Mittelpunkt?
Wenn wir auf das Bild auf der Titelseite blicken, spüren wir diese besondere Stimmung. Die Lichter der Weihnachtsbäume im Hintergrund werfen ihr warmes, weiches Licht in den Raum, doch die Mitte des Bildes bleibt leer und unberührt. Halb so wild, so viel Platz kann man ja leicht füllen.
Wie in der Mitte des Bildes Raum für die eigene Gestaltung bleibt, so füllen auch wir in unserem Pfarrverband immer wieder die Mitte mit neuem Leben. In diesem Jahr waren es viele Ereignisse und Erfahrungen, die unser Gemeindeleben bereichert haben. Unsere Ministranten haben viel erlebt; im Artikel von Pastoralreferent Andreas Häring erfahren wir mehr über Arbeit und die Erlebnisse, die sie als Gruppe geprägt haben.
Im September wurde unser Pfarrverband durch die neue Pastoralassistentin Nikola Franke bereichert. Das war ein guter Anlass für Seelsorger und Ehrenamtliche sich Gedanken über die Wort-Gottes-Feiern zur machen. Nikola Franke erschließt uns in ihrem Artikel, was es bedeutet, das Wort Gottes in den Mittelpunkt einer Feier zu rücken.
Vor einem Jahr war die Wahl der Kirchenverwaltung im Fokus. Diese Wahl stellte die Verantwortung und das Engagement für unsere Pfarrei und unseren Pfarrverband ins Zentrum. In den kommenden Monaten, mit der Pfarrgemeinderatswahl im Frühjahr 2026, wird erneut die Mitverantwortung der Gemeinde für ihre eigene Pfarrei und ihren Pfarrverband in den Mittelpunkt gerückt. Es sind diese Momente, in denen wir erkennen, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam für den Fortbestand und das Wachstum von Kirche in unseren Dörfern zu sorgen.
Es ist also nicht schlimm, dass die Mitte des Bildes leer bleibt, vielmehr gibt es uns die Freiheit und den Raum, diese Mitte mit unserem Leben, unseren Gedanken und Taten zu füllen. Weihnachten erinnert daran, dass Gott in dieser Welt einen Ort füllt – die Geburtsstätte seines Sohnes. In der Geburt Jesu wird der wahre Mittelpunkt dieser Welt sichtbar: Wo er ist, da ist der Mittelpunkt. Und was für uns noch viel bedeutender ist: Jeder einzelne Mensch, der zu ihm kommt, wird von ihm als die Mitte der Welt gesehen.
Wir können gespannt sein, was das neue Jahr für uns alle bringt und welche Themen in den Mittelpunkt kommen werden. Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2026.
Ihr Pfarrer,
Thomas Neuberger