Gottesdienste & Veranstaltungen

Hausgottesdienst am 4. Fastensonntag

Hausgottesdienst am 4. Fastensonntag

22. März 2020

Dieser Gottesdienstvorschlag richtet sich an alle, die auch in einer Zeit ohne öffentliche Gottesdienste in der Familie gemeinsam Beten und Gottesdienst feiern möchten.
Es empfiehlt sich, die einzelnen Texte wenn möglich auf verschiedene Personen aufzuteilen. Dennoch braucht es jemand, der durch den Gottesdienst führt und die einzelnen Teile einleitet.
Die Lieder können selbstverständlich auch verändert oder evtl. weggelassen werden.

Lied zur Eröffnung: „Wo Zwei oder Drei“ GL 761

Kreuzzeichen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Kyrie:

Herr, Jesus Christus,

  • du bist gesandt zu heilen, der krank und verwundet ist.
  • Du bist gekommen, die Sünder zur Umkehr zu rufen.
  • Du kommst, und lässt uns in deinem Werk mitzuwirken.

Der Herr erbarme sich unser. Er nehme alles von uns, was uns bedrückt und traurig macht, alles, was Schuld und Sünde ist, und führe uns so zum ewigen Leben

Gebet:

Guter Gott, mit dem Dank für das Leben und der Sorge um die Gesundheit kommen wir zu dir. Du bist ein Gott des Lebens. Deswegen vertrauen wir dir. Du schenkst uns Menschen Heil für Leib und Seele, du gibst uns Hoffnung und Zuversicht in schwerer Zeit und eröffnest uns Leben – durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Lesung: Eph 5, 8-14
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Éphesus.

Schwestern und Brüder!
Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts!
Denn das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, deckt sie vielmehr auf!
Denn von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden, ist schändlich.
Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Denn alles Erleuchtete ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten und Christus wird dein Licht sein.

Wort des Lebendigen Gottes

Lied: „Wer unterm Schutz des Höchsten steht“ GL. 423

Evangelium: Kurzfassung Joh 9, 1.6-9.13-17.34-38

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit
sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach!
Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte.
Der Mann ging fort und wusch sich.
Und als er zurückkam, konnte er sehen.
Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.
Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern.
Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.
Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen.
Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen.
Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet.
Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.
Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube.
Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es.
Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

Impuls zum Nachdenken:

„Geh, wasch dich!“; „Wasch deine Hände, bitte!“
Wir hören den Befehl in der Familie für die Kinder ja oft. Aber häufig sind sie diesen Tagen, dass man viel mit der Hygiene aufmerksam gemacht hat.
Ja. Duschen, Waschen, Reinigen gehören zu den Alltag, damit man gesund bleiben. In dieser Zeit muss man unbedingt machen, damit man GESUND bleiben.
Das Waschen oder im Wasser Tauchen als der Akt von Heilung im Evangelium heute ist nicht der einzige Stelle. Vor Paar Tage hat die Lesung erzählt, dass der Feldherr von Syrien, Naaman, von seinem Aussatzerkrankung geheilt wurde, durch 7 mal im Fluss Jordan tauchen. Die Taufe im Jordan durch Johannes gehört auch zum Akt der Heilung der Seele von Sünden.
In vielen Stellen findet man, dass der Akt der Menschen zusammen mit dem Akt des Wunders Gottes mitwirkt.
Durch die Botschaft der heutigen Lesungen, lass Gott unseren Augen öffnen. Lass das Licht der Erklärung unseren Herzen beleuchten.
Was unsere Regierung jetzt uns befohlen hat; alle Hinweise, die uns gegeben sind, könnten auch Gottes Führung sein, um diese weltweite Krankheit zu überwinden.
Am 4. Fastensonntag, dem „Laetare“-Sonntag. Freuen wir uns für das Zusammenhalt in unserem Land, von allen Elementen der Gesellschaft angesichts Corona-Gefahr: Regierung, Akademiker, Geschäftsleute, Kirche, usw. Wir freuen uns auch in Allem, was Gott uns tut und fügt.

* „Laetare“ auf lateinisch heißt übersetzt „Freue dich“

Lied: „Lobet und preiset, ihr Völker den Herrn“ GL 408

Fürbitten:

Menschen, die sich Jesus anvertrauen, dürfen die Erfahrung von Heil und Rettung machen. Deshalb vertrauen auch wir uns ihm an und bitten ihn:

+ Schenke allen in der Gesellschaft Vernunft und Verantwortungsbewusstsein, aber auch Hilfsbereitschaft. Christus, höre uns.

+ Schenke den Infizierten Vertrauen in Ärzte und Pfleger, vor allem aber in deine Hilfe und deine Nähe. Christus, höre uns.

+ Lass alle Blinden Hilfe erfahren und schenke denen, die ihre Augen absichtlich verschließen den Mut, ihre Augen zu öffnen. Christus, höre uns.

Geh

+ Gib den Politikern und Wissenschaftlern deinen Geist und hilf ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Christus, höre uns.

+ Erbarme dich der Todesopfer und all unserer Verstorbenen; schenke ihnen ewigen Frieden. Christus, höre uns.

Vater unser

Schlussgebet: Dank, sehen zu können!

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, denn in Jesus Christus öffnest du jedem Menschen die Augen.
A Danke, dass wir sehen können.
V Wir sehen unsere Mitmenschen! A Danke,…
V Wir sehen unsere Wohnung, unser Zuhause A Danke ..
V Wir sehen unseren Platz am Tisch und unseren Platz im Leben A Danke,…
V Wir sehen die Berge unserer Heimat A Danke,…
V Wir sehen die Natur, die zu blühen beginnt A Danke,..
V Wir sehen den Himmel, der uns umgibt A Danke,..
V Wir sehen die Tiere und die Vielfalt aller Geschöpfe A Danke,…
V Wir sehen das Kreuz und wissen, dass du bereit bist, mit den Menschen mitzuleiden A Danke,…
V Wir sehen dich nicht mit den Augen, aber wir sehen dich mit dem Herzen A Danke,…

Weil wir sehen können, sehen wie auch so vieles, das uns dankbar macht und Hoffnung schenkt – heute bis in Ewigkeit. Amen.

Segensbitte

Der Herr segne uns und behüte uns.
Er schaffe uns Rat und Mut in allen Ängsten.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Er schenke Vertrauen, das immer größer wird und sich nicht beirren lässt.
So empfehlen wir uns, und alle, für die wir beten, dem Schutz und Beistand Gottes. Es segne und begleite uns, der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen

Lied: „O Maria, Hilf,“ GL 524, 1 + 4,5

Quelle:
Die Gebettexte kommen aus www.kirchenamwasen.de