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Herr Allgäuer verabschiedet sich als Chorleiter des Thankirchner Chors im Festgottesdienst am 01.01.2018 um 19.00Uhr in Thankirchen in einem letzten gemeinsamen Konzert.

Wir danken ihm sehr herzlich für sein jahrelanges Engagement mit dem er die Gottesdienste und Feste im Pfarrverband bereichert hat. Wir freuen uns sehr, dass er uns als Organist weiterhin erhalten bleibt!


Ein Jahr der Gnade

Als ich gefragt worden bin, ob ich einen Text für den kommenden Pfarrbrief machen kann, habe ich mir einige Gedanken gemacht. Was soll ich aufschreiben, wenn ich erst ein Jahr da bin? Es ist noch nicht reif, um etwas zu erzählen. Aber auf der anderer Seite ist es eine gute Gelegenheit, zurück zublicken und eine Danksagung auszusprechen.

Ein Jahr, es ist für viele eine kurze Zeit. Für mich ist dieses eine vergangenes Jahr mehr als nur ein Zeitraum. Es übertritt alles, was ich am Anfang gedacht habe. Es läuft alles einfach schnell, vielleicht auch zu schnell. Ich habe Vorstellungen gehabt, dass ich im ersten Jahr meiner Tätigkeit einfach nur die Gemeinde, ihre Bräuche, verschiedene seelsorgliche Bereiche, also eine umfangreiche Orientierung, kennen lerne, und das braucht natürlich Zeit.

Die Gemeinde hat mich aber schnell aufgenommen. Das macht mir natürlich Freude und die schöne Gegend gibt mir mehr Freude, meine Aufgabe zu erfüllen. Obwohl ich oft mal Schwierigkeiten wegen der Sprache habe. Ja, ich denke, es ist einfach eine Gnade, wenn man einander Vertrauen schenkt und die Begrenzung übertritt.

Viele verschiedene Gottesdienste, für viele verschiedene Anlässe und Gruppen habe ich im vergangenen Jahr gehalten, sowohl im Pfarrverband Dietramszell als im Pfarrverband Königsdorf-Beuerberg, mehr als vielleicht in den gesamten 10 Jahren nach meiner Priesterweihe zusammen. Ob es Gottesdienste mit verschiedenen Vereinen oder Gottesdienste mit Prozession, Bergmesse, Feldmesse, Bittgänge, Pferdesegnung war, war und ist es mir eine große Bereicherung für mein noch junges Leben als Priester. Ich musste oft fragen, was ich Besonderes beachten soll, wenn ich eine Messe zu diesen unterschiedlichen Anlässen oder Vereinen halte. Trotzdem war ich doch manchmal überrascht. Zum Beispiel  habe mich bei einem Gottesdienst mit dem Veteranenverein erschrocken, als geschossen und getrommelt wurde. Einen kleinen Moment hatte ich Angst gehabt. Gleich habe ich aber gemerkt, dass es ein Zeichen der Ehre für Gott ist.

Schnell zu sein, im Sinne des Wortes, muss ich auch beherrschen. Die Gottesdienste finden oft eng nacheinander, nicht selten von Beuerberg nach Dietramszell, statt. Da muss man schon schnell fahren, wenn man pünktlich sein möchte. Gott sei Dank, meine Ordensgemeinschaft hat mir „ein vernünftiges Auto“, so wie sie mir gesagt hat, zu Verfügung gestellt. Es ist manchmal abenteuerlich, vor allem im Winter hier in der Gegend Auto zu fahren, und das noch mit Zeitdruck.

Ich könnte noch viele Erfahrungen, die ich gemacht habe, aufschreiben. Aber ich möchte vor allem zum Ausdruck bringen, dass das vergangene Jahr für mich ein segensreiches Jahr war. Obwohl es nicht immer leicht oder immer gerade war, so wie ich wünsche, sondern auch viele Herausforderungen stellte, die ich persönlich zu überwinden hatte, bin ich sehr dankbar. Einen konkreten Fall darf ich nennen: Als Herr Pfarrer Friedl krank war, hat das Bistum mich beauftragt, wenige von seinen Aufgaben zu übernehmen. Ich habe mir da, ehrlich gesagt, Sorgen gemacht. Ich habe erst wenige Monaten in den beiden Pfarrverbänden gearbeitet; ich war gerade noch in einer Phase des Kennenlernens; irgendwie hatte ich diese Angst, ob ich das schaffe. Aber Gott hat seine Liebe konkret gezeigt. Durch das Seelsorger Team, Pfarrsekretärinnen, Pfarrgemeinderat- und Verwaltungsrat- Mitglieder und vielen helfenden Menschen habe ich erfahren, dass meine Sorge keinen Grund gehabt hat. Die Begegnungen und die Gespräche mit vielen Menschen haben mir auch Mut gemacht. Dafür bin ich sehr dankbar. Aus Herausforderungen entspringen Segen und Gnade. Aus Sorgen kommen Mut und Begeisterung heraus.

Ja, das Leben in Gottesweg ist immer spannend und nie langweilig, wenn man das ernst nimmt. Der liebe Gott nimmt seine Verheißung auch ernst, dass er Jesus Christus zu uns Menschen gesandt hat. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine besinnliche Adventzeit und ein segenreiches Weihnachten…

  1. Aloysius Yuli Dwianto, MSF